Amerika-Haus Berlin

Amerika-Haus Berlin

Das Amerika Haus in der Hardenbergstraße ist im Laufe seines Bestehens zum Symbol – und sein Gebäude zum architektonisches Sinnbild - deutsch-amerikanischer Geschichte dieser Stadt geworden. Das ehemals von der US-Regierung geführte Haus hat den regen Austausch und bewegten Diskurs zwischen Deutschen und US-Amerikanern zu Politik, Gesellschaft, Kunst und Kultur seit 1946 maßgeblich geprägt und mitgestaltet.

Gegenwärtig (Frühjahr 2009) besteht für die Zukunft des Amerikahauses eine unklare Situation. Der Liegenschaftsfond Berlin hat es zum Verkauf ausgeschrieben, allerdings mit der Auflage, dass es "künftig überwiegend kulturwirtschaftlich in seinem derzeitigen Bestand genutzt werden" soll.

Geschichte

Die Geschichte der Amerika Häuser in Deutschland begann in Lesesälen und Bibliotheken, die die amerikanische Regierung als eine Maßnahme des Marshall Plans - der entsprechende Abschnitt ist auch bekannt als „Marshall Plan of Ideas“ - einrichtete. Aus einigen dieser Stätten entwickelten sich später die Amerika Häuser.

Mit dem 1946 gegründeten Amerika-Haus Berlin ging es zunächst darum, die von der nationalsozialistischen Propaganda geprägten Vorurteile gegenüber den USA zu überwinden. Das Haus hatte die Aufgabe, so der US-Botschafter William R. Timken 2006, darüber zu informieren „was Amerika ausmacht, wie wir leben, wofür wir stehen. In den Zeiten des kalten Krieges waren seine Aktivitäten das feierliche Zeichen für das amerikanische Versprechen, diese Stadt niemals aufzugeben, komme was da wolle."

Als Einrichtung des United States Information Service (USIS) war die Einrichtung zunächst in der Einemstraße am Nollendorfplatz untergebracht. Später zog man in das Gebäude in der Hardenbergstraße (Amerika Haus Berlin, Baudenkmal). Zu seinen Angeboten gehörten Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und eine glänzend bestückte Bibliothek. Der Bau der Berliner Mauer und die Proteste gegen den Vietnamkrieg beeinträchtigten in den 60er und 70er Jahren den Publikumszulauf. Das gebotene Programm blieb trotzdem politisch offen, war nie parteiisch oder agitatorisch.

Erst Ende der 90 Jahre - zum Ende des kalten Krieges – und vor allem nach dem 11. September 2001 zielte das nun von der amerikanischen Botschaft verwaltete Haus mit seinen Angeboten nicht mehr auf ein breites Publikum. Mit dem strengen Polizeischutz und geschlossenen Veranstaltungen büßte es seine frühere Rolle ein. Als es im Jahre 2006 an das Land Berlin zurückgegeben wurde, war es für das kulturelle Leben der Stadt bereits bedeutungslos.

pdf-icon Leerpixel als Abstand Mondgestein, Jazz und Freiheit
Peter Badenhop, FAZ-Net, 1. 9. 2006
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Leerpixel als Abstand pdf-icon Leerpixel als Abstand Die Botschaft hat gekündigt
Harald Olkus, Tagesspiegel online, 19.5.2006
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pdf-icon Leerpixel als Abstand Der Abzug der US-Kultur
Martin Reischke, TAZ, 28.2. 2006
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Leerpixel als Abstand pdf-icon Leerpixel als Abstand Das strahlende Licht des Dialogs. Heute wird das Amerika Haus am Zoo an das Land Berlin übergeben. Gedanken zum Abschied von US-Botschafter William R. Timken.
Der Tagesspiegel Online, September 2006
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pdf-icon Leerpixel als Abstand USA übergeben Amerika Haus an Berlin
rbbonline, 25.9.2006
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Leerpixel als Abstand pdf-icon Leerpixel als Abstand Berlin und  der Bund reden wieder über Geld
Jan Thomsen, Berliner Zeitung, 1.5.2007
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pdf-icon Leerpixel als Abstand Vor 18 Jahren fiel die Mauer, damit wurde auch das Ende des alten Westberlins eingeläutet / Erinnerungen, aber fast keine Nostalgie
Stephan Laude, Märkische Allgemeine, 22.2.2008
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Leerpixel als Abstand pdf-icon Leerpixel als Abstand Amerika Haus und FDJ-Hochschulen zu verkaufen
Bernd Kammer, Neues Deutschland 22.2.2008
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pdf-icon Leerpixel als Abstand Amerika Haus Berlin: Ende oder Neuanfang
Carsten Bösel, www.TransatlanticKer.de
[externer Link]
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